Historie

Das Gut Wulfsmühle wird erstmals im Jahre 1382 in einer der ältesten Urkunden aus dem Krise Pinneberg als „Mole to de Wolvesborch“ erwähnt. Sie war im Besitz des dänischen Königs, der hier auch eine Fluchtburg auf dem nach seiner Geliebten benannten „Margeritenhügel“ baute.
Aus den folgenden Jahrhunderten ist nur bekannt, dass Sie weiterhin im Besitz der dänischen Könige war. Erst im 17. Jahrhundert beginnen die Chronisten wieder genauer zu berichten. Etwa dass die umliegenden 15 Dörfer dem sog. „Mühlenzwang“ der königlichen Mühlen, zu denen auch die Wulfsmühle gehörte, unterlagen. Die Bauern durften Ihr Korn nicht in einer anderen Mühle mahlen lassen und mussten auch das Mehl des Müllers mit nach Hamburg (Mattenfuhren) nehmen.
Von 1670 bis 1797 war hatte die Wulfsmühle 5 verschiedene Pächter und Besitzer, von Marten Abel über dessen Sohn Thiel, seiner Witwe Anna Margarete, deren Sohn Niclaas und schließlich Christian Warncke.

Dieser war auch damaliger Besitzer und verkaufte die Wulfsmühle 1797 an Johann G. Hachmann für € 15.750 Curant Mark. Zu dieser Zeit gehörten zu der Mühle nach heutigem Maß ca. 69 ha Land. Hachmann wurde von den Bauern als guter „Müller“ gelobt, hatte aber im Russenwinter 1813/14 unter der Einquartierung schwer zu leiden. Er musste 40 Offizieren, 200 Mann und 90 Pferden 17 Tage lang Quartier geben und versorgen. Schließlich wurden ihm noch 2.000 Taler geraubt.
1816 erwarb Dietrich Abel die Wulfsmühle. Dieser ließ 1858 die Mühle erneuern und oberschlächtige Wasserräder einbauen. Neben der Mühle erstreckte sich ein großer Teich mit der sog. „Liebesinsel“. Nach seinem Tod ging der Besitz 1884 an seine Nichte Major Jakobine Maximiliane Bantrup über. Danach waren Georg Adolf Kröger, Markus Christoph Schultz, und Klaus Bolten Besitz und Pächter.

Nach Boltens Tod verkauften seine Erben 1916/17 den Hof an den Schlachter und Fabrikanten Gustav Stich. Die Landwirtschaft wurde unter ihm weitergeführt. Stich kam bei einem Verkehrsunfall mit seinen durchgehenden zwei schnellen Trabern im leichten Jagdwagen zwischen Halstenbek und Krupunder zu Tode.
Im Jahre 1920/21 wurde der Halstenbeker Baumschulbesitzer Herrmann Sievers Eigentümer der Wulfsmühle. Unter ihm kam der landwirtschaftliche Besitz zu hoher Blüte. Nach dessen Tod waren ein Dr. Mannel, Johannes Schinkel, Herr Sänger, Dr. Bruns und Herr Winkler Besitzer und Pächter.

1935 übernahm Johann Meier das überschuldete Anwesen in einer Zwangsversteigerung. Unter dessen Leitung begann endlich der Wiederaufstieg des Hofes. Als er 1938 den Hof an den Mexikaner Thießen veräußerte, holte dieser sich den Verwalter Hans Rohwer auf das Gut Wulfsmühle. Durch dessen umsichtige Betriebsführung erlebte der Hof eine neue Blüte und wurde sogar Musterbetrieb.
Nach Thießens Tod 1954 verkauften dessen Erben den Hof an Diedrich Groth. Zu dieser Zeit war das Anwesen ca. 124 ha groß und es wurde eine reine Landwirtschaft betrieben.
Dieser verkaufte das Gut Wulfsmühle 1984 an die Familie Richard Druve, welche die Größe des Hofes auf 180 ha anwachsen ließ, und dem Anwesen bis heute eine moderne wirtschaftliche Existenz gibt.
So dauert die Geschichte der Wulfsmühle bis heute an. Diese hat über die Fluchtburg, den Mühlenbetrieb, die Landwirtschaft, den Baumschulen nun letztendlich zum Golfplatz, Restaurant & Hotel und Naherholungsgebiet geführt.

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